
Verbessertes Service für unser Kunden: Verfügbare Restkarten für die Osterfestspiele 2012 sind auf der Website reservierbar. >>
Magdalena Koená im Gespräch mit Dramaturg Peter Blaha über ihre Annäherung an die herausfordernde Rolle der Carmen sowie über das besondere Verhältnis der Spanier zu Leben und Tod.
Sir Simon Rattle erläutert in einer Video-Einführung die Besonderheiten des Programms.
Als PDF zum Herunterladen:
Kartenbüro
| Tel. | +43/662/80 45-361 |
| +43/662/80 45-362 | |
| Fax | +43/662/80 45-790 |

Carmen ist eine der meistgespielten Opern der Welt. Diente dem Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy Prosper Merimées Novelle als Basis, so wurde die Oper ihrerseits zum Vorbild zahlreicher Adaptionen, vom Tanztheater bis zum Film. Für Aletta Collins, die Carmen für die Osterfestspiele Salzburg 2012 inszeniert, stellt diese Popularität eine besondere Herausforderung dar. Die Menschen lieben diese Oper. Jedermann kennt sie, jedermann sind die Melodien vertraut. Man muss sehr darauf achten, Carmen nicht als Aneinanderreihung einzelner Nummern auf die Bühne zu bringen oder die Geschichte sich selbst zu überlassen. Dadurch würde man Gefahr laufen, diese aus den Augen zu verlieren. Es gilt, einen frischen Zugang zu dieser Geschichte zu finden und das Drama herauszuarbeiten, das mit dieser wundervollen Musik erzählt wird.
Auf der Suche nach einem solchen Zugang hat Aletta Collins, die sich zunächst als Tänzerin und Choreographin einen Namen gemacht hatte, eine eigene Truppe ins Leben rief und Associate Artist am Royal Opera House Covent Garden ist, nicht nur das Libretto und die Partitur genau gelesen, sondern sich immer wieder Fragen gestellt: Wer genau ist Carmen? Was treibt sie an? Warum arbeitet sie in der Zigarettenfabrik, wo sie doch andere Mittel hat, ihren Lebensunterhalt zu verdienen - und dies ja auch tut, etwa als Mitglied einer Schmugglerbande? Fragen dieser Art helfen, die Charaktere besser kennenzulernen und dadurch die Geschichte besser zu verstehen.
Eine Frage löste bei der in London geborenen Regisseurin eine Fülle von Gedanken aus, die letztendlich sogar ausschlaggebend für die Ausrichtung ihres szenischen Konzepts wurde: Warum gibt es gleich zu Beginn der Oper so viele Soldaten auf der Bühne? Je länger ich über diese Frage nachdachte, umso mehr drängten sich mir Assoziationen zum Spanischen Bürgerkrieg auf, also zu den Dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Der Krieg entzweite nicht nur die spanische Gesellschaft als Ganzes, sondern sogar einzelne Familien. Feindbilder wurden geschaffen oder wiederbelebt, alte Ordnungen zerstört und neue etabliert. Ich glaube, dass diese gesellschaftliche Dynamik sehr hilfreich ist, um die Geschichte von Carmen zu erzählen. So lässt sich etwa die Präsenz der Soldaten im ersten Akt besser verstehen, wenn man davon ausgeht, dass die Zigarettenfabrik unter militärische Kontrolle gestellt wurde, in der viele Frauen, auch Carmen, angehalten sind, zu arbeiten. Die Zigeuner, die in Carmen eine so große Rolle spielen, sind Teil dieser Gesellschaft. Weil jedoch alles im Umbruch ist, entstehen gewisse Freiräume, die sie als Außenseiter für ihre Interessen nutzen.
Georges Bizet
CARMEN
in einer Inszenierung
von Aletta Collins
Carmen:
Magdalena Koená
Don Josè:
Jonas Kaufmann
Escamillo:
Kostas Smoriginas
Micaëla:
Genia Kühmeier
Dirigent:
Sir Simon Rattle
Berliner Philharmoniker
ANTON BRUCKNER
Symphonie Nr. 8 c-Moll
(2. Fassung 1890)
Zubin Mehta, Dirigent (50-jähriges Jubiläum am Pult der Berliner Philharmoniker)
ROBERT SCHUMANN
Nachtlied op. 108
Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54
LUCIANO BERIO
O King
GABRIEL FAURÉ
Requiem op. 48
Murray Perahia, Klavier
Kate Royal, Sopran
Christian Gerhaher, Bariton
Rundfunkchor Berlin
Sir Simon Rattle, Dirigent
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
GUSTAV MAHLER
Das Lied von der Erde
Emanuel Ax, Klavier
Anne Sofie von Otter, Mezzosopran
Jonas Kaufmann, Tenor
Sir Simon Rattle, Dirigent