web_image_2015_name_ct_extra_v2

Mut machen, weiterzukämpfen


Nach ihrem großen Erfolg im Jahr 2011 wird Isabel Karajan 2015 wieder bei den Osterfestspielen Salzburg zu erleben sein, diesmal in zwei Projekten: im Konzert für Salzburg als Sprecherin in Sergej Prokofjews Peter und der Wolf und in einem Kammermusikprojekt mit dem Titel Fräulein Tod trifft Herrn Schostakowitsch, einer "Szenischen Collage über die Angst". Warum der Tod ein Fräulein ist und warum das Thema Angst im Zentrum des Projektes steht, erläutert sie im Interview.

Zum Interview >>>

 

 

Peter Ruzicka zum Alleingeschäftsführer der Osterfestspiele Salzburg ab 1. Juli 2015 bestellt


Die Generalversammlung der Osterfestspiele Salzburg hat am 24. Oktober 2014 Peter Ruzicka zum neuen Alleingeschäftsführer der Osterfestspiele Salzburg ab 1. Juli 2015 bestellt. Der renommierte Kulturmanager, Komponist, Dirigent und Jurist kann auf eine langjährige internationale Karriere zurückblicken, unter anderem als Intendant der Salzburger Festspiele von 2001 bis 2006 und als Künstlerischer Leiter der Münchener Biennale seit 1996.
Lesen Sie mehr darüber >>>

 

 

  

Inspiration aus der Musik

 

2015 zeigen die Osterfestspiele Salzburg zum ersten Mal Cavalleria rusticana von Pietro Mascagni und Pagliacci von Ruggero Leoncavallo. Für die Inszenierung und das Bühnenbild zeichnet Philipp Stölzl verantwortlich, einer der meistgefragten Film- und Opernregisseure seiner Generation. Im Interview schildert er, dass er Cavalleria und Pagliacci ähnlich wie einen Film erzählen will.

 

Nach 2007 bei den Sommerfestspielen (Benvenuto Cellini) sind Sie wieder mit einer Regiearbeit in Salzburg zu Gast, diesmal bei den Osterfestspielen, und inszenieren erstmals Cavalleria rusticana und Pagliacci. Welche Themen in diesen beiden Werken interessieren Sie besonders?

 

Die Stücke sind ganz einfach und von großer emotionaler Wucht. Sie handeln von einer Sache, nämlich davon, wie unmittelbar Liebe mit Leiden verbunden sein kann - und wie wahnsinnig weit sie uns treibt, in brennende Eifersucht, in Erniedrigung, Lügen, kalte Verachtung, Mord und Totschlag. Das ist ein ewiges Thema für die Bühne, es betrifft uns heute wie vor über hundert Jahren, als diese Kurzopern entstanden sind.

 

Beide Opern sind „nahe am Volk“ angesiedelt, könnte man sagen. In beiden erfolgt die Transformation des großen Gefühls der Liebe über die Eifersucht hin zum Hass - der zu Mord führt. Wo sehen Sie Verbindungen zwischen beiden Stücken?

 

Die beiden Opern kreisen, obschon erzählerisch und musikalisch variiert, um das exakt gleiche Thema. Es wundert auf den ersten Blick, dass sie immer zusammen gespielt werden. Aber wenn man tiefer einsteigt, findet man heraus, dass es eine große suggestive Kraft hat, dass man zweimal die gleiche Geschichte hintereinander erlebt, es ist ein bisschen wie in einem Traum, eine Schleife, der man nicht entrinnt.

 

Das Bühnenbild zu Cavalleria/Pagliacci entsteht. (c) Michael Veits

 

Sie werden Cavalleria rusticana in Schwarzweiß zeigen, während in Pagliacci Farbe auf die Bühne kommt. Warum diese Unterscheidung?

 

Cavalleria erinnert mich an Kafka, es ist etwas ganz Klares und gleichzeitig Unausweichliches in der Art, wie sich das Räderwerk des Unheils in Gang setzt und sich dann weiter dreht, bis der Held in einem Ehrenmord getötet wird. Ich habe das Gefühl, dass sich dieses kafkaeske Drama in einer düsteren, farblosen aber auch präzisen Holzschnitt-Ästhetik gut greifen lässt. Pagliacci hat den gleichen Look - nur eben in Farbe. Eine visuelle Variation, so wie Pagliacci selber ja auch erzählerisch und musikalisch farbiger ist und auch - im Gegensatz zur kinohaften Cavalleria - opernhafter. Dazu kommt natürlich, dass Pagliacci ja auch im Schausteller-Millieu spielt, wo sich Farbe als Mittel stark anbietet.

 

In welchen zeitlichen und örtlichen Kontext bringen Sie beide Opern? Die Eindrücke der Bauprobe vermitteln eine gewisse Abstraktion von der Entstehungszeit und den Originalschauplätzen.

 

Die Holzschnitt-Ästhetik, die wir uns da ausgedacht haben, funktioniert natürlich eher graphisch und nicht so sehr klassisch realistisch. Aber innerhalb dieser Ästhetik zitieren wir die Welt der Arbeiter im Italien der 1920er-Jahre und natürlich den Neorealismus. Ich glaube, dass die Geschichten unbedingt die Textur eines Milieus brauchen, um lebendig zu werden, der Zuschauer muss ein Gefühl haben: Wo sind wir? Was sind das für Leute? Darum geht’s ja im Konzept des Verismo. Ich wollte nur gerne ein Stück weg vom folkloristischen Muff dieser „Dorfplatz-in-Sizilien“-Bühnenlösungen, die man bei diesen Stücken immer sieht.

 

 

Zur Fortsetzung des Interviews >>>

Das Bühnenbild zu Cavalleria/Pagliacci entsteht. (c) Michael Veits

Das Programm 2015


Eine Einführung in das Festivalprogramm 2015 finden Sie hier >>>

 

sowie im Folgenden unseren Programmprospekt als PDF und das Gesamtprogramm als Textdokument:

Download Programmprospekt 2015 als PDF (PDF, 2.524 KB)
Download Programm 2015 (nur Text) (PDF, 63 KB)

 

Kartenbestellung


 

Kartenbüro

Herbert-von-Karajan-Platz 9
5020 Salzburg 

Tel. +43/662/80 45-361
  +43/662/80 45-362
Fax +43/662/80 45-790

 
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9.00-13.00 Uhr
 
Öffungszeiten während der Weihnachtsferien:
29. und 30. 12., 9.00-13.00 Uhr geöffnet
(24. bis 28. 12. und 31. 12. bis 6. 1. geschlossen)
 
 

Newsletter


Abonnieren Sie unseren Newsletter und bleiben sie stets aktuell informiert:

Zur Anmeldung >>>

 

 

Facebook


Besuchen Sie uns auf Facebook: