Umjubelte Parsifal-Erstaufführung in China

130 Jahre nach seiner Uraufführung erlebte Richard Wagners Parsifal am 29. Oktober 2013 seine lang erwartete, umjubelte Erstaufführung in China im ausverkauften Poly Theatre von Beijing.

Gustav Kuhn dirigierte das China Philharmonic Orchestra in dieser von den Osterfestspielen Salzburg initiierten Koproduktion mit dem Beijing Music Festival (an der auch die Sächsische Staatsoper Dresden und das Teatro Real, Madrid beteiligt sind). Bühnenbild, Kostüme und Requisiten der Produktion, die bekanntlich ihre Premiere unter der Leitung von Christian Thielemann bei den Osterfestspielen Salzburg 2013 gefeiert hatte, wurde in neun Containern nach China transportiert. Regisseur Michael Schulz erarbeitete die Neueinstudierung mit einer weitgehend neuen Sängerbesetzung und dem Philharmonia Chor Wien.

Der Tenor Burkhard Fritz wurde in der Titelrolle gefeiert. Michaela Schuster als Kundry fand in China ebenso begeisterte Aufnahme wie zuvor in Salzburg. Heftig akklamiert wurden auch Iain Paterson als Amfortas, Attila Jun als Gurnemanz und Derek Welton als Klingsor.

Anlässlich der Parsifal-Erstaufführung in China wurde auch ein neuer Förderverein gegründet, die China Friends of the Salzburg Easter Festival, der unter der Ehrenpräsidentschaft von Lady Linda Wong Davies eine neue Brücke zwischen dem chinesischen Publikum und den Osterfestspielen Salzburg schlagen wird.

„Wir sind dem Beijing Music Festival und allen Mitarbeitern, die zum großartigen Gelingen der Erstaufführung des Parsifal in China beigetragen haben, sehr dankbar und gratulieren allen zum großen Erfolg“, sagte Peter Alward, der Geschäftsführende Intendant der Osterfestspiele Salzburg in Beijing.

„Wir freuen uns, dass diese Koproduktion zusammen mit der Gründung der China Friends den Grundstein einer neuen Verbindung zwischen dem Chinesischen Publikum und den Osterfestspielen Salzburg gelegt hat“, ergänzte Bernd Gaubinger, der Geschäftsführer der Osterfestspiele Salzburg.

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