Umjubelter Auftakt einer neuen Ära

Christian Thielemann, der kürzlich von der Zeitschrift Opernwelt zum "Dirigenten des Jahres" gekürt wurde, hat sein Amt als neuer Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden angetreten.

Die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtetet von einem „Triumph für Christian Thielemann“ beim Antrittskonzert. Er habe das gemacht, „was er womöglich wie kein anderer beherrscht: Musik der Romantik als Klangzauber. Ein Magier auf dem Podium, der mit sparsamen Bewegungen das Orchester lenkt.“

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) befand, Thielemanns „Fähigkeit zu intensiver Klanggestaltung“ sei „bewundernswert, weil sie stets mit den exaktesten Vorstellungen über dynamische Abstufungen korreliert.“ Die Frankfurter Rundschau attestierte dem Orchester, eine „ganz eigene Klangklasse“ zu bilden, „dort oben, wo nur noch wenige Orchester mitspielen.“

Die Rezensentin des Kurier berichtete aus Grafenegg, dass Thielemann „brilliert“ habe: „Ein sehnsuchtsvoller, aber nicht schwelgerischer Wagner“ sei geboten worden und dazu „zurückhaltend und durchsichtig Anton Bruckners Siebente Symphonie, [...] als lägen die einzelnen Stimmen aufgefächert vor einem.“

Die Austria Presse Agentur (APA) schrieb über dasselbe Konzert, Thielemann bringe „die Klangqualitäten des Orchesters zum Erblühen, formt geradezu plastisch gewaltige Strukturen und erzeugt dynamische und kontrastreiche Effekte, ohne je reiner Effekthascherei zu verfallen. Seine wuchtige Präsenz erfüllt offenbar die Funktion einer musikalischen Energieladestation: gleichsam ein Naturereignis, und das in allen Schattierungen.“

Die Münchner Abendzeitung bekannte die nach dem Eindruck des ersten Gastkonzertes freimütig, dass man sich bereits jetzt auf die Wiederkehr von Christian Thielemann und der Sächsischen Staatskapelle Dresden 2014 freuen dürfe.

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