Christoph Eschenbach

Christoph Eschenbach (c) Matthias Creutziger
Christoph Eschenbach (c) Matthias Creutziger

Christoph Eschenbach, geboren 1940 in Breslau, wuchs als Kriegswaise bei der Cousine seiner Mutter, der Pianistin Wallydore Eschenbach, in Schleswig-Holstein und Aachen auf. Der Unterricht bei ihr legte den Grundstein für seinen musikalischen Werdegang. Nach dem Studium bei Eliza Hansen (Klavier) und Wilhelm Brückner-Rüggeberg (Dirigieren) ebneten ihm erste Preise als Pianist beim ARD-Wettbewerb 1962 und dem Concours Clara Haskil 1965 auch international den Weg.

Gefördert von Mentoren wie George Szell und Herbert von Karajan, verlagerte Christoph Eschenbach seinen Fokus zunehmend auf das Dirigieren: Er war Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Züricher Tonhalle-Orchesters von 1982 bis 1986, Musikalischer Direktor der Houston Symphony von 1988 bis 1999, Künstlerischer Leiter des Schleswig-Holstein Musik Festivals von 1999 bis 2002 sowie Musikalischer Direktor des NDR Sinfonieorchesters von 1998 bis 2004, des Philadelphia Orchestra von 2003 bis 2008 und des Orchestre de Paris von 2000 bis 2010. Von 2010 bis 2017 leitete Christoph Eschenbach das Washington National Symphony Orchestra. Ab September 2019 wird er die Leitung des Konzerthausorchesters Berlin übernehmen.

Als Gegengewicht zu seinen vielen festen Verpflichtungen setzt Eschenbach bewusst auf eine extensive Gastdirigenten-Tätigkeit, unter anderem bei den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden, der Scala sowie dem NHK Symphony Orchestra, Tokyo.

Eine besonders fruchtbare kammermusikalische Partnerschaft verbindet Christoph Eschenbach mit dem Bariton Matthias Goerne.

Christoph Eschenbach ist Ritter der Légion d’honneur, Commandeur des Arts et des Lettres und Gewinner des Leonard Bernstein Preises. 2015 wurde er als Pianist und Dirigent mit dem Ernst-von-Siemens-Musikpreis ausgezeichnet.

Bei den Osterfestspielen Salzburg war Christoph Eschenbach zuerst 1970 als Pianist zu Gast und trat zuletzt 2014 als Dirigent und als Kammermusiker auf.

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