Sächsische Staatskapelle Dresden

Einer der traditionsreichsten Klangkörper der Welt ist seit 2013 das Residenzorchester der Osterfestspiele Salzburg

Richard Wagners „Wunderharfe“

Im Jahr 1548 durch Kurfürst Moritz von Sachsen gegründet, ist die Sächsische Staatskapelle Dresden eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester der Welt. Bedeutende Kapellmeister und international geschätzte Instrumentalisten haben die Geschichte der einstigen Hofkapelle geprägt. Zu ihren Leitern gehörten u. a. Heinrich Schütz, Johann Adolf Hasse, Carl Maria von Weber und Richard Wagner, der das Orchester als seine „Wunderharfe“ bezeichnete. Prägende Chefdirigenten der letzten 100 Jahre waren Ernst von Schuch, Fritz Reiner, Fritz Busch, Karl Böhm, Joseph Keilberth, Rudolf Kempe, Otmar Suitner, Kurt Sanderling, Herbert Blomstedt und Giuseppe Sinopoli. Ab 2002 standen Bernard Haitink (bis 2004) und Fabio Luisi (2007 bis 2010) an der Spitze des Orchesters. Seit der Saison 2012/13 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Erster und bislang einziger Ehrendirigent des Orchesters war von 1990 bis zu seinem Tod im April 2013 Sir Colin Davis. Myung-Whun Chung trägt seit der Spielzeit 2012/13 den Titel des Ersten Gastdirigenten.

Heimat Semperoper - und weltweite Gastauftritte

Die Sächsische Staatskapelle Dresden ist in der Semperoper beheimatet und hier pro Saison in etwa 260 Opern- und Ballettaufführungen zu hören. Hinzu kommen etwa 50 symphonische und kammermusikalische Konzerte sowie Aufführungen in der Dresdner Frauenkirche. Als eines der international begehrtesten Symphonieorchester gastiert das Orchester regelmäßig in den großen Musikzentren der Welt. Seit 2013 ist die Sächsische Staatskapelle Dresden das Residenzorchester der Osterfestspiele Salzburg.

Zahlreiche Uraufführungen von Richard Strauss bis zur Gegenwart

Richard Strauss war der Staatskapelle mehr als sechzig Jahre lang freundschaftlich verbunden. Neun seiner Opern, darunter Salome, Elektra und Der Rosenkavalier wurden in Dresden uraufgeführt; seine Alpensinfonie widmete er dem Orchester. Auch zahlreiche andere berühmte Komponisten schrieben Werke, die von der Staatskapelle uraufgeführt wurden bzw. ihr gewidmet sind. An diese Tradition knüpft das Orchester seit 2007 mit dem Titel „Capell-Compositeur“ an. Nach Hans Werner Henze, Wolfgang Rihm und Sofia Gubaidulina trägt diesen Titel in der Spielzeit 2015/2016 der ungarische Komponist György Kurtág. Als neuer „Capell-Virtuos“ wird der Pianist Yefim Bronfman in unterschiedlichen Konzertformaten zu erleben sein.

Engagement in der Heimatregion

Die Sächsische Staatskapelle Dresden engagiert sich auch in ihrer Heimatregion. Seit Oktober 2008 ist sie Patenorchester des Meetingpoint Music Messiaen in der Doppelstadt Görlitz/Zgorzelec. Im September 2010 rief sie darüber hinaus die Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch (Sächsische Schweiz) mit ins Leben, die sich - als einziges Festival weltweit - jährlich dem Schaffen des Komponisten Dmitri Schostakowitsch widmen.

Auszeichnungen und Partner

2007 erhielt die Sächsische Staatskapelle Dresden als bislang einziges Orchester in Brüssel den Preis der Europäischen Kulturstiftung für die Bewahrung desmusikalischen Weltkulturerbes. Im Jahr 2013 wurde sie von der Zeitschrift Opernwelt zum Orchester des Jahres gewählt.

Seit 2008 ist die Gläserne Manufaktur von Volkswagen Partner der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

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