Symposien

Herbert von Karajan probt „Die Walküre“ 1967 mit den Regieassistenten Wolfgang Zörner und Peter Busse (mit Speer). Foto: S. Lauterwasser, Karajan®-Archiv

 

SYMPOSION I
WalküRe 1967 • 2017

Die Neuproduktion der Oper Die Walküre im Jubiläumsjahr der Osterfestspiele Salzburg mit dem rekonstruierten Bühnenbild von Günther Schneider-Siemssen aus dem Jahre 1967 gibt Anlass, über den Wandel der Theaterästhetik und die Veränderung unserer Rezeptionsgewohnheiten in den vergangenen fünfzig Jahren nachzudenken. Dies soll im Rahmen von zwei Symposien geschehen, zu denen wir eine Reihe internationaler Diskussionspartner erwarten. Sie werden über die Frage diskutieren, welche Erkenntnisse eine solche Vergegenwärtigung szenischer Archetypen für das Musiktheater des 21. Jahrhunderts zu erbringen vermag. Ist dies womöglich allein ein musealer Blick zurück auf eine vergangene Periode der Operngeschichte oder richtet gerade das Spannungsverhältnis zum heutigen Regietheater neue, sehr grundsätzliche und aktuelle Fragen an uns?

 

Mit

Eleonore Büning
Musikjournalistin, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Ortrud Gutjahr
Professorin für Neuere deutsche Literatur und Interkulturelle Literaturwissenschaft, Universität Hamburg
Vera Nemirova
Opernregisseurin
Wilhelm Sinkovicz
Musikjournalist, Die Presse
Moderation: Peter Ruzicka

Montag, 10. April 2017, 11:00–12:30
Max-Gandolph-Bibliothek

Anmeldung erbeten unter response@ofs-sbg.at

 

 

Herbert von Karajan präsentiert mit Akio Morita (Gründer von Sony) die CD, Osterfestspiele Salzburg 1981. Foto: S. Lauterwasser, Karajan®-Archiv

SYMPOSION II
Karajan Music Tech Conference

Nach dem Siegeszug der durch Herbert von Karajan maßgeblich beeinflussten Compact Disc und der darauf folgenden Revolution des Musikgeschäfts durch die Download-Plattform iTunes um die Jahrtausendwende wird die Musikindustrie durch die anhaltende Digitalisierung der Wirtschaft nun abermals vor eine (doppelte) Herausforderung gestellt. Es handelt sich hierbei einerseits um Streaming-Dienste, die Musik, oftmals für den nutzer kostenlos, überall auf der Welt zugänglich machen. Andererseits sehen wir das Aufkommen von „Big Data“ und Systemen der künstlichen Intelligenz, die völlig neue Schöpfungs- und Nutzungsszenarien, wie beispielsweise die Verknüpfung von Partitur und Aufnahme, ermöglichen.

Wie diese Entwicklungen die klassische Musik beeinflussen, untersucht das international besetzte Symposion. Dabei liegt der Fokus der Diskussion auf den Veränderungen in Produktionsweise, Dissemination und Rezeption der klassischen Musik der letzten dreißig Jahre. Außerdem werden im Rahmen der Veranstaltung neueste Technologien wie etwa Virtual Realit und 360° viewing/immersive listening präsentiert.

 

Programm:
10:30 Welcome Notes
11:00 Classical Music and the Digital Revolution
12:00 Music Cognition and Big Data
13:00 Lunch Break
14:00 Understanding Music: Perspectives on Neuro-Sciences and Artificial Intelligence
15:00 Virtual Reality, Immersive Experiences and Music
16:30 Reception

Mit
Michael S. Cuthbert Massachusetts Institute of Technology
Philip Ginthör Sony Music Entertainment Austria
Tahlia Petrosian Klassik Underground
Alexander Rehding Harvard University
Peter Revers Kunstuniversität Graz
Andreas Spechtler Silicon Castles
Keitaro Terasaki Independent Consultant
Walter Werzowa HealthTunes
Gerhard Widmer Johannes Kepler Universität Linz
Eva Wimmers Huawei Europe/Honor
Moderation: Matthias Röder



Donnerstag, 13. April 2017, 10:30–17:00
Universität Mozarteum Salzburg, Solitär und Hauptgebäude

Weitere Informationen und Registrierung unter www.karajanmusictech.com

 

 

Das Eliette und Herbert von Karajan Institut ist Kooperationspartner der Osterfestspiele Salzburg 2017

 

In Kooperation mit Salzburg Museum, Universität Mozarteum Salzburg und Universität Salzburg