Puccini, der Fortschrittliche? - Podiumsdiskussion zu Tosca

Giacomo Puccinis „Melodramma“ Tosca erscheint bereits durch sein Uraufführungsjahr 1900 als ein Schwellenwerk mit Signalcharakter und provoziert die Frage nach Kontinuität oder Bruchlinien innerhalb der Gattung Oper. Dramaturgisch präsentiert sich das Stück gleichsam im Spannungsfeld von Künstleroper, Lovestory, Politthriller und Psychodrama. Für seine Bauform, Binnenstruktur und die kompositorischen Verfahren betont die jüngere Forschung die innovativen Merkmale, also die Abkehr von der Konvention des Genres: So begegnen wir der Auflösung der üblichen geschlossenen Bravourarien, einer Tendenz zur Fragmentierung musikalischer Abläufe, impressionistischen Momenten, chromatischen Einsprengseln und Ganztonpassagen.

u. a. mit
Michael Sturminger Regisseur
Dieter Schickling Puccini-Forscher
Christine Lemke-Matwey Kulturjournalistin (DIE ZEIT)
Volker Mertens Literaturexperte
Einführung und Moderation: Oswald Panagl

In Kooperation mit dem Schwerpunkt Wissenschaft & Kunst der Universität Salzburg
und der Universität Mozarteum Salzburg

Montag, 26. März 2018, 15:00
Universitätsbibliothek, Bibliotheksaula

Anmeldung bis 19. März 2018 erforderlich
unter: response@ofs-sbg.at