Günther Schneider-Siemssen

Günther Schneider-Siemssen (c) Ellinger
Günther Schneider-Siemssen (c) Ellinger

Günther Schneider-Siemssen wurde 1926 in Augsburg geboren und starb 2015 in Wien. Er zählt zu den bedeutendsten Bühnenbildnern des 20. Jahrhunderts und wirkte stilprägend für die Oper. Neben dem Bühnenbild galt der Gestaltung des Lichts sowie dessen technischer Umsetzbarkeit seine besondere Leidenschaft. Er definierte die Bühne als „kosmischen Raum“, den er durch sogenanntes „Malen mit Licht“ sowie durch Projektionen erschuf.

Günther Schneider-Siemssen verbrachte seine Kindheit und Jugend in München. Er wollte ursprünglich Dirigent werden, entschied sich jedoch auf Anraten von Clemens Krauss zu einer Ausbildung als Bühnenbildner, die er an der Akademie der Bildenden Künste München absolvierte. Von 1951 bis 1954 war er Ausstattungschef des Salzburger Landestheaters und von 1954 bis 1960 in gleicher Funktion am Theater Bremen. Ab 1960 war er unter Herbert von Karajan an der Wiener Staatsoper tätig. Von 1962 bis 1986 war er Ausstattungsleiter der Österreichischen Bundestheater.

Ab 1965 arbeitete er mit Herbert von Karajan bei den Salzburger Festspielen zusammen sowie ab 1967 auch bei den Osterfestspielen Salzburg, wo er bis inklusive 1990 mit einer Ausnahme (1987) für sämtliche Bühnengestaltungen verantwortlich zeichnete. International wirkte er als Gastbühnenbildner an zahlreichen Opernhäusern in Europa, Amerika, Israel und Südafrika. 1998 wurde ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen.

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